LISY-Servicegerät für Flipper auf einem ESP32-C3
Firmware-Version 1.25
Bedienungsanleitung
v1.25 25.10.2026
Deutsche Fassung von FA_Control_user_manual.html. Version française : FA_Control_manuel_utilisateur.html. Die Kapitelnummern sind in allen drei Fassungen gleich.
Für den Betrieb am Flipper. Diese Anleitung kommt ohne technische Einzelheiten aus — wer wissen will, wie es innen funktioniert, findet das in der Technical Reference (englisch).
Hinweis zur Sprache: Die Weboberfläche ist englisch. Ihre Beschriftungen werden in dieser Anleitung wörtlich so zitiert, wie sie auf dem Bildschirm stehen — etwa CONNECT für „Verbinden".
Inhalt
FA_Control ist ein Servicegerät zur Fehlersuche. Es sitzt dauerhaft im Flipper und stellt im WLAN eine Webseite bereit. Über diese Seite lassen sich einzelne Lampen schalten, einzelne Spulen auslösen, die Schalter beobachten, Sounds abspielen und die Displays beschreiben — ohne Messgerät, ohne Aufschrauben, mit dem Handy in der Hand.
Entscheidend ist: Solange Sie nicht ausdrücklich verbinden, spielt der Flipper ganz normal weiter. FA_Control mischt sich nicht von selbst ein und meldet sich auch beim Einschalten nicht bei der Anlage an. Erst wenn Sie auf der Startseite CONNECT drücken und das Spiel die Kontrolle abgibt, übernimmt FA_Control. Bis dahin ist es nur ein Gerät, das eine Webseite anzeigt. Der Monitor-Modus (Kapitel 8) beobachtet ein laufendes Spiel, ohne etwas zu übernehmen.
Das Modul ESP32-C3 Super Mini, auf dem FA_Control läuft. Es wird in den ESP32-Steckplatz der FA-Platine gesteckt; die Platine versorgt es.
DIP-Schalter 1 auf der kleinen Vierer-Schalterbank ist der Ein/Aus-Schalter.
| DIP 1 | |
|---|---|
| ON | eingeschaltet: WLAN, Webseite, Steuerung. Die blaue LED blinkt. |
| OFF | ausgeschaltet: das Gerät schläft und braucht praktisch keinen Strom. |
Zum Wiedereinschalten legen Sie denselben Schalter zurück auf ON — mehr ist nicht nötig, das Gerät wacht davon auf.
Weil FA_Control dauerhaft im Flipper verbleibt, ist ausgeschaltet der Normalzustand. Eingeschaltet wird es zur Fehlersuche und danach wieder ausgeschaltet.
Wenn Sie DIP 1 im laufenden Betrieb auf OFF legen, gibt FA_Control zuerst die Kontrolle an das Spiel zurück und schläft erst dann ein. Der Flipper übernimmt also sofort wieder — Sie können den Schalter jederzeit gefahrlos umlegen, auch mitten in einer Messung.
Die beiden Schalter DIP 3 und DIP 4 haben derzeit keine Funktion. DIP 2 betrifft nur die blaue LED (siehe nächster Abschnitt) und bleibt im Normalfall auf OFF.
Das Blinkmuster verrät aus zwei Metern Entfernung, was los ist — ohne die Webseite zu öffnen:
| Muster | Bedeutung |
|---|---|
| langsam, 1× pro Sekunde | eingeschaltet, aber (noch) nicht mit der Anlage verbunden |
| schnell, 5× pro Sekunde | verbunden — FA_Control steuert den Flipper gerade |
| sehr schnell, 10× pro Sekunde | kurz nach dem Einschalten, das Gerät schläft gleich ein (DIP 1 steht auf OFF) |
| dunkel | ausgeschaltet |
Bleibt die LED dunkel, obwohl DIP 1 auf ON steht, prüfen Sie DIP 2: steht der auf ON, ist die Blinkanzeige absichtlich abgeschaltet. Das Gerät arbeitet dann trotzdem normal.
Beim ersten Einschalten kennt FA_Control noch kein Netz und macht deshalb ein eigenes auf.
FA-Control verbinden. Ein
Passwort gibt es nicht.http://192.168.4.1 auf.Danach ist das eigene Netz FA-Control verschwunden —
verbinden Sie Handy oder Notebook wieder mit dem gewohnten Heimnetz.
Erscheint das Netz
FA-Controlspäter erneut, hat sich FA_Control nicht anmelden können: meist ein Tippfehler im Passwort, ein umbenanntes Netz oder schlechter Empfang. Sie können die Zugangsdaten dann auf demselben Weg neu eintragen.
Sobald FA_Control in Ihrem Heimnetz angemeldet ist, erreichen Sie es unter
http://fa-control.local
Falls Ihr Gerät diesen Namen nicht auflöst (kommt bei manchen Android-Geräten und in manchen Firmennetzen vor), verwenden Sie die IP-Adresse. Sie steht oben im Kopf der Seite, sobald diese einmal offen war — und Sie finden sie in der Geräteliste Ihres Routers.
Ganz oben rechts zeigt die Seite außerdem die installierte Version,
die Betriebsart (STA = im Heimnetz, AP =
eigenes Netz) und die IP-Adresse an.
Die Startseite ist der Verbindungsaufbau. Sie sehen dort einen Balken mit dem Verbindungszustand, drei Schaltflächen und darunter das Kachelmenü.
Die Kacheln 01 bis 05 sind grau und nicht anklickbar, solange keine Verbindung besteht. Das ist Absicht: FA_Control weiß erst nach dem Verbinden, wie viele Lampen, Spulen, Schalter, Sounds und Displays Ihre Anlage überhaupt hat. Vorher gäbe es nichts zu steuern.
Die Startseite vor dem Verbinden: NOT CONNECTED, die Kacheln 01 bis 05 grau.
So verbinden Sie:
Nach CONNECT: CONTROL GRANTED, die Gerätezeile und die REPORTED HARDWARE eines AtariFA mit Middle Earth.
Wenn es nicht klappt, steht der Grund im Klartext im Balken:
| Meldung | Was zu tun ist |
|---|---|
| CONTROL DENIED - SET OPTION DIP 4 TO ON | Die Anlage ist da, gibt die Kontrolle aber nicht frei. Beim AtariFA ist die Freigabe der Options-DIP 4 auf der FPGA-Platine — legen Sie ihn auf ON und drücken Sie erneut CONNECT. |
| CONTROL DENIED - REQUEST LINE (GPIO10) NOT SEEN | Die Anlage antwortet, hat aber die Übernahme-Anforderung nicht bemerkt. Prüfen Sie den Sitz des Steckers zwischen FA_Control und der Platine. |
| NO ANSWER - CHECK WIRING AND POWER | Es meldet sich niemand. Ist die Anlage eingeschaltet? Sitzt das Verbindungskabel richtig? Läuft auf der Gegenseite überhaupt eine passende Firmware? |
| CONTROL DENIED | Die Anlage lehnt aus einem anderen Grund ab. Meist hilft ein Neustart der Anlage. |
Die Startseite prüft den Zustand fortlaufend nach. Holt sich die Anlage die Kontrolle von sich aus zurück, sehen Sie das dort sofort, und die Kacheln werden wieder grau.
Die Schaltfläche RE-INITIALIZE (0x64) setzt die Verbindung im laufenden Betrieb neu auf. Das brauchen Sie nur, wenn etwas aus dem Tritt geraten scheint — etwa wenn Lampenanzeige und Wirklichkeit auseinanderlaufen.
Alle Steuerungsmenüs erreichen Sie über das Kachelmenü der Startseite. Mit ◀ MENU oben links kommen Sie zurück.
Ein Raster mit einer Kachel je Lampe, von 0 an durchnummeriert. Ein Klick schaltet die Lampe ein, der nächste wieder aus. Eingeschaltete Lampen sind im Raster kupferfarben ausgefüllt.
So finden Sie eine defekte Lampe, ohne das Spiel durchspielen zu müssen: durchklicken und zuschauen, welche im Gehäuse dunkel bleibt.
Das Menü LAMPS, hier mit einer Namensdatei (Menü 07 · NAMES weiter unten).
Ein Raster mit einer Kachel je Spule, ab 1 durchnummeriert — anders als Lampen, Schalter und Sounds, die bei 0 anfangen. So zählt das LISY-Protokoll die Spulen, und so zählt sie der Schaltplan: Kachel 1 ist der Treiber Q1, Kachel 20 der Treiber Q20. Was danach kommt, hängt an der Anlage; bei AtariFA sind es der Münzzähler und die Sperrspule der Münztür.
Ein Klick löst einen einzelnen Impuls aus — die Kachel blitzt kurz auf. Spulen werden ausschließlich gepulst und nie dauerhaft eingeschaltet; das schützt sie vor dem Durchbrennen.
Die Spulen zählen erst ab FA_Control 1.16 zusammen mit AtariFA 0.2.0 bei 1. Ist eine der beiden Seiten älter, wird die um eins verschobene Spule ausgelöst — beide zusammen aktualisieren.
Darunter steht unter PULSE TIME die Impulsdauer in MILLISECONDS. Sie gilt für alle Spulen gemeinsam. Ändern Sie den Wert und drücken Sie APPLY — er wird gespeichert und gilt auch nach dem nächsten Einschalten.
Diese Impulsdauer ist die einzige Einstellung, die FA_Control selbst speichert. Alles andere kommt von der Anlage.
Ein Raster mit einer Kachel je Schalter. Die Anzeige aktualisiert sich einmal pro Sekunde; ein betätigter Schalter ist grün ausgefüllt — genauso, wie eine eingeschaltete Lampe kupferfarben ausgefüllt ist.
Diese Seite ist reine Anzeige. Schalter lassen sich nicht setzen — das Protokoll zwischen FA_Control und der Anlage kennt dafür keinen Befehl, weil ein Schalter etwas meldet und nicht etwas ausführt. Zum Prüfen betätigen Sie den Schalter von Hand am Gerät und schauen zu, ob die Kachel reagiert.
Das Menü SWITCHES mit Namen aus einer Namensdatei.
Ein Raster mit einer Kachel je Sound. Ein Klick spielt ihn ab, ein erneuter Klick stoppt ihn. Es läuft immer nur ein Sound zugleich; ein neuer löst den vorherigen ab.
Meldet Ihre Anlage keine Sounds, bleibt dieses Raster leer — dann kann sie keinen Ton ausgeben.
Für jedes Display eine Zeile mit einer nachgebildeten Siebensegmentanzeige, einem Eingabefeld und der Schaltfläche SEND. In der Beschriftung steht, wie viele Stellen das jeweilige Display hat.
Geben Sie Ziffern ein und drücken Sie SEND (oder die Eingabetaste). Der Text erscheint rechtsbündig auf dem echten Display des Flippers. Zulässig sind Ziffern und Leerzeichen; ein Leerzeichen lässt die Stelle dunkel.
Optional. Die Kacheln sind durchnummeriert — über dieses Menü bekommen sie zusätzlich sprechende Namen, sodass bei Spule 7 Knocker steht statt bloß 7.
Eine Namensdatei ist eine kleine Textdatei, eine je
Anlage. Sobald eine in Gebrauch ist, erscheint der Name unter der Nummer
auf allen Kacheln in LAMPS, COILS,
SWITCHES und SOUND; wer mit dem Zeiger auf
einer Kachel stehenbleibt, sieht den vollen Namen. Die Nummer
bleibt immer die führende Beschriftung — sie ist die Nummer,
die tatsächlich zur Anlage geht.
Ganz oben im Menü zeigt THIS MACHINE das
DEVICE und das GAME der
angeschlossenen Anlage — zum Beispiel AtariFA und
002 — und ob die passende Datei vorhanden ist. Zusammen
sagen sie, wohin die Datei gehört: in den Ordner AtariFA,
unter dem Namen 002.cfg. Lesen Sie das
dort ab, statt es sich herzuleiten — erst verbinden, dann nachsehen.
FILES ON THIS DEVICE listet auf, was gespeichert ist, als
DEVICE/DATEI. USE aktiviert eine Datei
(die aktive ist mit ● markiert), DELETE entfernt sie.
Die Auswahl übersteht einen Neustart.
Zum Hinzufügen gibt es zwei Wege:
.cfg-Datei vom Telefon oder Rechner auswählen und
UPLOAD drücken. Bei bestehender Verbindung ist das Feld
schon ausgefüllt. Das funktioniert auch im geräteeigenen Netz
FA-Control und ist damit der Weg, der immer geht, auch im
Keller ohne Empfang.Wie sich die beiden Teile ergeben: der Ordner ist
der Hardware-Name, den die Platine meldet, die Datei
die Spielnummer, dreistellig mit führenden Nullen —
AtariFA und Spiel 2 ergeben AtariFA/002.cfg.
Bei AtariFA ist die Spielnummer die Stellung der Spielwahl-DIP-Bank:
| Ordner und Datei | Anlage |
|---|---|
AtariFA/000.cfg |
The Atarians |
AtariFA/001.cfg |
Time 2000 |
AtariFA/002.cfg |
Airborne Avenger |
AtariFA/003.cfg |
Middle Earth |
AtariFA/004.cfg |
Space Riders |
Der Geräteordner hält sie auseinander, weil die Spielnummern auf
jeder Platine wieder bei 0 anfangen — auf einer GottFA1 für Gottlieb
System 1 heißen die Dateien GottFA1/000.cfg und so
fort.
Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle, weder
beim Ordner noch beim Dateinamen. atarifa/002.cfg
funktioniert genauso; laden Sie eine Datei hoch, die es schon in anderer
Schreibweise gibt, ersetzt sie diese, statt sich danebenzulegen.
Kommen Sie von einer Version vor 1.19? Damals bildeten beide Teile einen einzigen Dateinamen,
AtariFA_002.cfg. Solche Dateien auf dem Gerät werden durchgestrichen angezeigt und lassen sich nur noch löschen — wählen Sie eine davon für UPLOAD aus, dann zerlegt FA_Control den Namen von selbst; danach den alten Eintrag löschen, das gibt den Platz wieder frei.
Weder Ordner noch Dateiname tragen einen lesbaren Namen — dafür gibt
es die Zeile [game] name= in der Datei. FA_Control zeigt
ihn auf der Startseite in Klammern:
GAME 2 (AIRBORNE AVENGER).
Automatische Auswahl beim CONNECT: Die passende Datei wird aktiviert. Gibt es keine passende Datei, wird die Auswahl geleert und die Kacheln zeigen wieder nur Nummern. Das ist Absicht — sonst sähen Sie nach dem Umschalten auf ein anderes Spiel weiterhin die Namen des vorherigen, ohne es zu merken. Eine von Hand über USE gewählte Datei bleibt bis zum nächsten CONNECT aktiv.
Der CONNECT sieht nur nach, was schon auf dem Gerät liegt — er holt von sich aus nichts von lisy.dev, damit das Verbinden so schnell bleibt, wie es ist. Stattdessen: Menü 07 · NAMES öffnen. Fehlt die erwartete Datei, ist sie aber auf lisy.dev veröffentlicht, sagt THIS MACHINE das und bietet GET FROM LISY.DEV an. Ein Klick lädt sie und nimmt sie gleich in Gebrauch.
Der Kasten FILE FORMAT am Ende des Menüs zeigt den
Aufbau. Es ist reiner Text, je Eintrag eine Zeile
nummer=name, gruppiert in Abschnitte:
AtariFA/002.cfg
[game]
name=Airborne Avenger
[coils]
1=Left Flipper
7=Knocker
[switches]
12=Left Slingshot
Die Abschnitte heißen [game], [lamps],
[coils], [switches], [sounds] und
[displays]. Spulennummern beginnen bei 1, Lampen,
Schalter und Sounds bei 0 — genau die Zählung, die auch die
Kacheln verwenden. Zeilen, die mit # beginnen, sind
Kommentare. Sie müssen nur eintragen, was Sie interessiert; alles andere
bleibt numerisch. Höchstens 32 kB je Datei.
Fehlt die Kachel 07 ganz, hat Ihr Gerät keinen Speicherbereich für Namensdateien. Das ist der Fall, wenn es bisher nur über die Luft aktualisiert wurde: der Bereich muss einmalig per USB eingerichtet werden — das geht ohne Entwicklungswerkzeuge direkt im Browser, siehe § 10, Abschnitt Vollinstallation über USB. Alles andere funktioniert auch ohne ihn unverändert.
Für FA-Platinen mit ESP32-Steckplatz, die das können -
SternFA (Platine v2.00) ab Software 5.0.6. Direkt nach
dem Lesen ihrer DIP-Schalter fragt die Platine dieses Gerät nach ihrem
Spiel. Liegt hier ein ROM dafür, startet sie davon und braucht keine
SD-Karte (SternFA zeigt im Bootbild die Statusziffer 3).
Sonst liest sie wie gewohnt ihre SD-Karte. Das funktioniert ohne CONNECT
und ohne Übernahme-Freigabe - das Gerät muss beim Einschalten des
Automaten aber wach sein (DIP 1 auf ON).
ROMs werden je Gerät abgelegt, genau wie die Namensdateien:
GERÄT/NNN. GERÄT ist der Name, den die Platine meldet
(SternFA), NNN die Spielnummer aus dem Bootbild,
dreistellig.
Die Datei ist der Spielplatz genau so, wie er auf die SD-Karte
geschrieben wird: ein Vielfaches von 512 Byte, höchstens 65 536. Ein
voller 65 536-Byte-Platz trägt am Ende seine Prüfsumme und wird
abgewiesen, wenn sie nicht stimmt. Auf lisy.dev liegen die Dateien in
roms/<Gerät>/ und heißen 012.bin oder
012_Titel.bin - es zählt nur die Nummer. Etwa 60
SternFA-Spiele passen.
Kachel 08 braucht einen eigenen Speicherbereich, den - wie den für Kachel 07 - nur eine Vollinstallation per USB einrichtet (ab Firmware 1.21). Die Namensdateien bleiben dabei erhalten.
Nur auf der FPGA-Platine v7 (EP4CE6 dev board v7), auf der das Modul direkt auf der FPGA-Platine sitzt, ab Firmware 1.24. Auf allen anderen Platinen wird diese Kachel nicht angezeigt.
Hier schreibt FA_Control den Konfigurationsflash (EPCS) des FPGA über WLAN – ohne USB-Blaster, ohne Quartus. Jede Aktion in diesem Menü hält das FPGA im Reset: Das Spiel startet neu, eine laufende Verbindung oder ein laufender Monitor-Modus endet. Die Seite fragt vorher nach. CONNECT ist nicht nötig.
.rbf-Datei der
FPGA-Firmware wählen und WRITE drücken. REVERSE
BITS (.RBF) bleibt bei .rbf-Dateien angehakt. Das
dauert einige Sekunden; das Image wird zurückgelesen und verglichen,
danach startet das FPGA damit. Geschrieben werden nur die ersten 512 kB,
die dahinter abgelegten Spiel-ROMs bleiben, wie sie sind.gottfa1_roms.bin) und die Adresse 0x080000
stehen lassen. Das FPGA-Image wird dabei nie berührt.Bricht das Schreiben ab – WLAN weg, Seite geschlossen –, startet das FPGA erst wieder, wenn ein vollständiges Image im Flash steht. Kaputt ist nichts: Schreiben Sie das Image einfach noch einmal. FA_Control selbst läuft weiter und bleibt erreichbar.
Auf der Platine v7 gibt es keine DIP-Bank: FA_Control ist eingeschaltet, solange der Automat es ist. Achten Sie auf die Bauhöhe: Das Modul braucht etwa 15 mm Abstand zur FPGA-Platine. Flach aufgesteckt ist seine Antenne verstimmt, und das WLAN bricht nach einigen Minuten ab.
Ab Firmware 1.25, zusammen mit einer Platine, die ihn unterstützt — bisher GottFA1_PLuS auf der FPGA-Platine v7.
Der Control-Modus übernimmt die Anlage. Der Monitor-Modus schaut nur zu. Das Spiel läuft ganz normal weiter, und Sie können spielen, während die Seite zeigt, was Lampen, Spulen, Sound, Schalter und Displays tun. Das ist das Werkzeug für Fehler, die nur im Spiel auftreten: eine Lampe, die nie angeht, eine Spule, die nie ausgelöst wird, ein Schalter, der nicht ankommt.
Der Umschalter oben auf der Seite, CONTROL MODE | MONITOR MODE, wählt den Modus.
So geht es:
Namen aus einer Namensdatei (07 · NAMES) stehen auch hier auf den Kacheln. Schalten lässt sich im Monitor-Modus nichts — FA_Control weist jeden Steuerbefehl ab, bis Sie im Control-Modus verbinden.
Wenn er nicht startet, steht der Grund im Balken. START MONITOR versucht es erneut.
| Meldung | Was zu tun ist |
|---|---|
| THIS FPGA FIRMWARE HAS NO MONITOR MODE | Die Platine antwortet, ihre Firmware kennt den Monitor-Modus aber nicht. Aktualisieren Sie das FPGA. |
| MONITOR DATA DO NOT MATCH THE REPORTED HARDWARE | FA_Control und die Firmware der Platine passen nicht zusammen. Aktualisieren Sie beide. |
| NO ANSWER - CHECK WIRING AND POWER | Wie in Kapitel 6: Es meldet sich niemand. |
Wenn Sie fertig sind, geben Sie die Anlage wieder frei. Dafür gibt es zwei gleichwertige Wege:
In beiden Fällen übernimmt das Spiel sofort wieder.
Falls Sie einmal weder das eine noch das andere tun — etwa weil das Handy leer ist oder das WLAN ausfällt: Die Anlage merkt von selbst, dass FA_Control sich nicht mehr meldet, und holt sich die Kontrolle nach etwa zwei Sekunden zurück. Der Flipper bleibt also nie stehen.
Neue Versionen holt sich FA_Control selbst aus dem Internet. Dafür
muss das Gerät in Ihrem Heimnetz angemeldet sein — im eigenen Netz
FA-Control gibt es keine Internetverbindung, und die
Schaltfläche ist dann gesperrt.
Während des Updates das Gerät nicht ausschalten und DIP 1 nicht umlegen. Ein abgebrochenes Update ist zwar nicht gefährlich — die alte Version bleibt erhalten und startet wieder —, aber der Vorgang beginnt dann von vorn.
Ein Update über die Luft tauscht die Firmware und sonst nichts. Manchmal reicht das nicht: eine fabrikneue Platine hat noch gar keine Firmware, einem Gerät, das bisher nur über die Luft aktualisiert wurde, fehlt der Speicherbereich für Namensdateien, und ein Gerät, das nicht mehr startet, kann sich selbst nichts mehr holen.
Für diese Fälle gibt es eine Installationsseite im Browser, die das komplette Abbild über ein USB-Kabel schreibt — mit Chrome oder Edge, ohne dass auf dem Rechner etwas installiert werden müsste: https://lisy.dev/swrep/misc/FA_Control/flasher/FA_Control_flasher.html
WLAN-Einstellungen und hochgeladene Namensdateien bleiben dabei erhalten — mit einer Ausnahme: Ist auf dem Gerät noch eine Version vor 1.18, wandert der Speicherbereich für die Namensdateien und beginnt leer; sie sind dann einmalig neu hochzuladen. Wichtig ist nur: DIP 1 muss auf ON stehen — im Tiefschlaf meldet sich das Gerät gar nicht erst am USB an und taucht im Auswahlfenster des Browsers nicht auf.
Die ausführliche Anleitung dazu gibt es nur auf Englisch: USB installation guide.
Nicht bei laufendem Spiel verbinden. Sobald FA_Control die Kontrolle übernimmt, gibt das Spielprogramm sie ab: eine laufende Partie ist damit beendet, und Lampen, Spulen und Displays stehen so, wie FA_Control sie setzt. Verbinden Sie im Ruhezustand der Anlage. Ausnahme ist der Monitor-Modus: Er schaut nur zu und darf während eines Spiels laufen.
Spulen mit Bedacht auslösen. FA_Control pulst Spulen nur kurz und schaltet sie nie dauerhaft ein. Trotzdem ist eine Spule ein kräftiger Elektromagnet: greifen Sie beim Auslösen nicht ins Spielfeld, und lösen Sie nicht in schneller Folge immer wieder dieselbe Spule aus — sie wird warm.
Vorsicht bei langen Impulszeiten. Der Wert unter PULSE TIME gilt für alle Spulen. Ein zu hoher Wert belastet die Spule stärker als im Spielbetrieb vorgesehen. Erhöhen Sie ihn nur, wenn Sie wissen, warum, und stellen Sie ihn danach wieder zurück.
Der Flipper steht unter Netzspannung. Diese Anleitung beschreibt nur die Bedienung von FA_Control. Arbeiten im geöffneten Gerät setzen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen voraus.